Vortrag „Kritische Rohstoffe“ am SFB „Schwächediskurse und Ressourcenregime“ (30.5.2018)

Am kommenden Mittwoch, den 30.Mai 2018, werde ich einen Vortrag im Rahmen des Kolloquiums des SFB „Schwächediskurse und Ressourcenregime“ an der Goethe-Universität Frankfurt halten:

Vortrag
Sebastian Haumann: „Kritische Rohstoffe“. Diskursive und materielle Dimensionen der Ressourcennutzung im 19. und 20. Jahrhundert

30. Mai 2018
18:00 – 20:00 Uhr
IG454, Campus Westend, Frankfurt am Main

Kolloquiumsvortrag IZWT Wuppertal

Am kommenden Mittwoch, den 11.1.2017, werde ich auf Einladung von Heike Weber und Christian Zumbrägel einen Kolloquiumsvortrag am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung der Uni Wuppertal halten. Ich werde einige konzeptionelle Aspekte aus meiner Habil zur Diskussion stellen und auch versuchen, einen lokalen Bezug herzustellen – immerhin war und ist der Westen von Wuppertal einer der wichtigsten Standorte der Kalkindustrie.

Stoffgeschichte aus praxeologischer Perspektive. Kalkstein als Industrierohstoff des 19. Jahrhunderts

Mittwoch, 11.01.2017

18 c.t. Uhr

Raum N.10.20 (Gebäude N, Ebene10, Raum 20)
Campus Grifflenberg, Gaußstr. 20, 42119 Wuppertal

zum Programm des Kolloquiums

Tagung: Cities and Societies in Transition? The 1970s in West Germany and Italy

Das Programm zur Tagung Tagung „Cities and Societies in Transition? The 1970s in West Germany and Italy / Città e società in transizione? Gli anni Settanta nella Germania occidentale e in Italia“ ist online. Die Tagung findet am 21./22.5.2015 am Deutschen Historischen Institut in Rom statt und ist eine Kooperation des Deutschen Historischen Institut in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung (GSU) und der Associazione Italiana di Storia Urbana (AISU), mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Ich werde dort über die westdeutsche Rezeption italienischer urbaner Protestbewegungen um 1977 sprechen. In den 1970er Jahren hatte die italienische Linke eine erhebliche Ausstrahlungskraft. Sie erschien in ihren Forderungen (relativ) erfolgreich, hatte mit der ausgesprochen starken Kommunitischen Partei Italiens einen (vermeintlichen) Bündnispartner und entwickelte kreative Protestformen, wie z.B. die Aktionen der „Stadtinidianer“. All das faszinierte Aktivisten aus dem westdeutschen links-alternativen Milieu, die sich gerade 1977, dem Jahr des „Deutschen Herbstes“, in einer Reorientierungsphase befanden und deswegen die italienischen Vorbilder breit thematisierten.

Zum Tagungsprogramm

CfP: Die Un-Ordnung der Stadt

Der Call für die Nachwuchstagung der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung, die ich gemeinsam mit Rainer Liedtke (Regensburg) organisiere, ist draußen:

Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung
Nachwuchstagung: Die Un-Ordnung der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert
Regensburg, 28./29.09.2015

Das Leben in Städten war und ist permanent Gegenstand von Ordnungsversuchen. Oft überlagerten sich Vorstellungen von der baulichen, sozialen und politischen Ordnung der Stadt, etwa in der Idee der Trennung von Funktionen oder in der räumlichen Differenzierung sozialer Gruppen, sei es mit dem Ziel der Segregation oder der Integration. Solche Bestrebungen wurden aber immer auch durch politische und sozioökonomische Umbrüche oder Katastrophen herausgefordert und von konkurrierenden Ordnungsmustern unterlaufen. Ordnung entstand in dialektischem Verhältnis zur Unordnung. Zerstörung, Regimewechsel und wirtschaftliche wie soziale Umwälzungen kennzeichnen die historischen Situationen, in denen Ordnung neu verhandelt wurde. Ordnung wurde mitunter in der Auseinandersetzung mit persistenten Formen der Unordnung gewonnen, die freilich auch als konkurrierende Ordnungsmuster zu begreifen sind, wie etwa in der langen Tradition planerischer Ziele zur Beseitigung von „slums“ deutlich wird. Das Scheitern von Ordnungsversuchen zeigt auch, dass sich am Ende die bestehende soziale, politische und bauliche „Unordnung“ der Umsetzung von Ordnungsvorstellungen widersetzen konnte.

Die Nachwuchskonferenz der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung befasst sich mit den Ambivalenzen von Ordnungsbemühungen und dem dialektischen Verhältnis von Ordnung und Unordnung vorrangig im 19. und 20. Jahrhundert. Thematisiert werden soll insbesondere:
– das Spannungsverhältnis zwischen der Wahrnehmung von politischen, sozioökonomischen und räumlichen Umbrüchen einerseits und Ordnungsbestrebungen andererseits (beispielsweise Eingemeindungen, rapides Bevölkerungswachstum, Naturkatastrophen, Seuchen)
– wie Konzepte von „Ordnung“ mit Vorstellungen von Unordnung verknüpft waren und sich in Abgrenzung zu „Unordnung“ entwickelten.
– konkurrierende Ordnungsvorstellungen verschiedener städtischer Akteure auf der sozialen, politischen und baulichen Ebene
– wie „Unordnung“ Ordnungsabsichten unterlief und zu deren Scheitern führte.

Der Call for Papers wendet sich vor allem an WissenschaftlerInnen, die an einschlägigen Dissertationsvorhaben oder postdoktoralen Projekten arbeiten. Die Konferenzsprache ist Deutsch. Vorschläge für Vorträge werden bis zum 20. April 2015 erbeten an Prof. Dr. Rainer Liedtke, Lehrstuhl für Europäische Geschichte, Universität Regensburg, rainer.liedtke(at)ur.de

„Technospaces“ – Darmstadt, 18.-20.3.2015

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Mein ehemaliges Graduiertenkolleg „Topologie der Technik“ veranstaltet vom 18.-20. März 2015 eine Abschlusstagung. Der Titel „Technospaces: Persistence – Practices – Procedures – Power“ fasst vieles zusammen, was wir dort seit 2006 gemacht haben. Außerdem präsentieren viele der ehemaligen Doktoranden und PostDocs Ergebnisse ihrer Arbeit. Ich freue mich auf ein Wiedersehen.

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Gastvortrag New York im 20. Jahrhundert

Morgen, am 26.6.2014, werde ich im Rahmen des Exkursionsseminars „New York“ des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt einen Gastvortrag zur Sozial- und Planungsgeschichte New Yorks im 20. Jahrhundert halten. Ich freue mich sehr über die Einladung und hoffe, die Exkursionsteilnehmer, angehende Architekten, ein wenig für die historischen Hintergründe der Stadtentwicklung von New York sensibilisieren zu können. Im Mittelpunkt des Vortrags wird die Verzahnung sozialstruktureller Entwicklungen und Paradigmen der Stadtplanung stehen – angefangen von den sozialreformerischen Initiativen nach 1900 bis zur „urban crisis“ der 1970/80er Jahre. Der Vortrag ist in gewisser Weise auch eine Zusammenfassung meiner Übung in diesem Sommersemester, in der wir Quellen zum Thema „20th Century New York“ analysieren.