Nachwuchspreis für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung 2018

Zum sechsten Mal schreibt die Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung (GSU) einen Forschungspreis für Nachwuchswissenschaftler/innen aus.

Mit dem Preis soll eine herausragende Dissertation im Feld der Stadtgeschichte und historischen Urbanisierungsforschung zum Zeitraum 18.-20. Jahrhundert ausgezeichnet werden.

Das Preisgeld beträgt 1.000 €. Der Preis wird während der Mitgliederversammlung der GSU auf dem Historikertag in Münster am 27.9.2018 verliehen.

Zur Teilnahme aufgefordert und berechtigt sind junge Wissenschaftler/innen, die in theoretischer, methodischer oder empirischer Hinsicht einen Beitrag zur historischen Stadt- und Urbanisierungsforschung aus verschiedenen disziplinären Perspektiven geleistet haben.

Ausgezeichnet wird eine einschlägige innovative Doktorarbeit, die nach dem 31. März 2016 an einer Universität im deutschsprachigen Raum eingereicht wurde. Die Arbeit muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein.

Die Bewerbungsfrist endet am 15. April 2018.

Wir bitten um Bewerbungen per Email: Einzureichen ist die Arbeit in digitaler Form (pdf), zusammen mit einem kurzen Lebenslauf, einer Zusammenfassung der Arbeit (max. 3 Seiten) sowie einer Bestätigung der Universität, dass die Arbeit dort eingereicht wurde, bzw. das Verfahren bereits abgeschlossen ist (z.B. Kopie der Promotionsurkunde).

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung an:
Prof. Dr. Gisela Mettele, Friedrich-Schiller-Universität Jena
gisela.mettele(at)uni-jena.de

GSU Nachwuchstagung: „Urbane Elemente“, Berlin 23./24.6.

Nachwuchstagung der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung

„Urbane Elemente: Licht, Luft, Feuer und Wasser in der Geschichte und Gegenwart der Stadtentwicklung“

 Center for Metropolitan Studies, TU Berlin

23. und 24.06.2017

 

Freitag, 23.06.2017

14:00 Begrüßung: Dorothee Brantz, CMS TU Berlin

14:14 Einführungsvortrag: Timothy Moss, Humboldt Universität, TBA

15:00 Panel 1

Kommentar: Rainer Liedtke, Universität Regensburg
Moderation: Gisela Mettele

Ansgar Schanbacher, Universität Göttingen
“Urbane Resilienz: Beispiele der Frühen Neuzeit, Braunschweig, Würzburg und Utrecht im 17./18. Jahrhundert”

Teresa Schröder-Stapper, Universität Duisburg-Essen
„Elementare Gefahren und Risiken in städtischen Inschriften der Frühen Neuzeit“

 16:00 Kaffeepause

16:30 Panel 2:

Kommentar: Sylvia Necker, IfZ München
Moderation: Dorothee Brantz, CMS Berlin

Fábián Borbála, Universität Szeged
„Mehr Licht!“ Die Geschichte der Straßenbeleuchtung in Ungarn in der zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Kathrin Meißner, IRS Erkner
„Mehr Licht, Mehr Luft!“ Forderungen und deren Relevanz für die Berliner Wohnungsfrage und Sozialmoral im späten 19. Jahrhundert“

18:30 Gemeinsames Abendessen

 

Samstag, 24.06.2017

10:00 Panel 3:

Kommentar: Christoph Bernhardt, IRS Erkner
Moderation: Celina Kress, CMS Berlin

Oliwia Murawska, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
“Die vier Elemente als Wahrnehmungsschlüssel des Urbanen”

Anna Rick, Universität Siegen
“Baden im Plötzensee, Spazieren in Berlin: Wolfgang Herrndorfs Arbeit und Struktur”

Jan Hansen, HU Berlin
„Infrastruktureller Alltag in Los Angeles, 1880-1930“

11:00 Panel 4:

Kommentar: Sebastian Haumann, Universität Jena
Moderation: Rainer Liedtke, Universität Regensburg

Benjamin Brendel, Universität Gießen
„Dammbau als Quelle diskursiver Stadtgründung“

Jörn  Eiben, Helmut-Schmidt Universität Hamburg
„’Rettet  die  Küste!’ Luft  und  Wasser  als  Kernelemente der  Industrialisierung Wilhelmshaven“

12:00 Mittagspause

13:00 Abschlussdiskussion

14:00 Ende der Konferenz

ab 17 Uhr Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin

CfP: GSU Nachwuchstagung 2017

GSU Nachwuchstagung

„Urbane Elemente: Licht, Luft, Feuer und Wasser in der Geschichte und Gegenwart der Stadtentwicklung“

Center for Metropolitan Studies, TU Berlin

23./24.06.2017

Die Elemente Licht, Luft, Feuer und Wasser waren für die Entwicklung von Städten immer von zentraler Bedeutung, denn neben umwelthistorischen Aspekten spiegelten diese Elemente immer auch politische Machtkonstellationen, die ökonomischen Bedingungen, den jeweiligen Stand der Technik, sowie die Vielfalt der kulturellen Interpretationen der involvierten Gesellschaften wider.  Somit eröffnet der Fokus auf Elemente vielfältige Perspektiven auf das Forschungsfeld Stadt, sowohl in räumlicher als auch zeitlicher Ausdehnung.  Der Zugang zu Wasser spielte bereits bei vielen Stadtgründungen eine entscheidende Rolle, und über die folgenden Jahrhunderte waren Fragen der Wasserver- und Entsorgung sowie der Kanalisierung einschlägige Themen der Stadtentwicklung weltweit, die oftmals auch die unterschiedlichsten Interessenkonflikte widerspiegelten.  Auch Licht und Luft markierten hoch politisierte Themen, die angefangen von Ideen wie „Stadtluft macht frei“ bis zu gegenwärtigen Debatten über Air Rights bis hin zur Lichtverschmutzung immer wieder die Vielfältigkeit von Urbanisierungsdiskursen aufzeigten.  Neben ihrer alltäglichen Bedeutung, riefen diese Elemente auch häufig Ausnahmezustände hervor.  Flutkatastrophen und Feuersbrünste führten wiederholt zu weitflächigen Zerstörungen, die das Alltagsleben nachhaltig prägten, politische Debatten bestimmten und vielschichtige Erinnerungskulturen erzeugten.

Die diesjährige Nachwuchskonferenz der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung möchte ein breites Spektrum dieser Themen aufgreifen, um eine multiperspektivische Diskussion über die Bedeutung dieser Elemente für die Entwicklung von Städten in Geschichte und Gegenwart zu ermöglichen. Explizit möchte die GSU damit auch gegenwartsorientierte Themen mit einbeziehen, um Perspektiven der Vergangenheit und Gegenwart zu verbinden und den interdisziplinären Austausch der Geschichtswissenschaften mit anderen Disziplinen der Stadtforschung zu fördern.

Der Call for Papers wendet sich vornehmlich an DoktorandInnen und PostdoktorandInnen, aber fortgeschrittene Masterstudierende, die an einschlägigen Themen arbeiten, können auch gern Vorschläge einreichen. Die GSU wird höchstwahrscheinlich die Reise- und Hotelkosten übernehmen können.  Die Konferenzsprache ist Deutsch.

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge für Vorträge (300 Wörter und ein kurzes CV) bis zum 10. März 2017 an:

info@metropolitanstudies.de

Betreff: GSU Tagung

Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung

Am vergangenen Samstag, den 19.11.2016, hat mich die Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung (GSU) als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Der GSU gehöre ich schon seit 2006 an und habe immer wieder an deren Tagungen teilgenommen. Von 2011 bis 2015 habe ich gemeinsam mit Celina Kress die Sektion Planungsgeschichte innerhalb der GSU organisiert und meine Dissertation ist 2011 in der Schriftenreihe „Beiträge zur Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung“ erschienen. Mich verbinden also viele Projekte und noch mehr persönliche Bekanntschaften mit der GSU und deswegen freue ich mich, zukünftig in deren Vorstand mit zu arbeiten.

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