Vortrag: Bielefeld 12.12.2017

Auf Einladung von Peter Kramper werde ich morgen, am 12.12.2017, im Wirtschaftsgeschichtlichen Kolloquium an der Universität Bielefeld einen Vortrag halten. Unter dem Titel “Wirtschaften mit Rohstoffen. Praxeologische Perspektiven” werde ich einen Überblick über die Möglichkeiten geben, die die Praxistheorie für die Untersuchung der Geschichte der Rohstoffnutzung bietet, und diese anhand von zwei kurzen Beispielen erläutern.

12.12.2017, 18:00-20:00 Uhr
Gebäude X E0-213
Universität Bielefeld

histocamp 2017

Am vergangenen Wochenende auf dem histocamp 2017 in Darmstadt. Es war mein erstes histocamp und da es direkt “um die Ecke” stattfand, wollte ich mir mal einen Eindruck verschaffen. Was die Atmosphäre angeht, sowohl bei den Diskussionen als auch in den Pausen, bietet das histocamp tatsächlich viel Neues, was durchaus als Vorbild für andere Tagungen dienen könnte. Die Spontanität, die ein Charakteristikum dieser besonderen Atmosphäre ist, hat aber auch einige negative Effekte. Verglichen mit “klassischen” Tagungen waren die Präsentation und Diskussionsrunden, die ich miterlebt habe, eher schlecht vorbereitet und blieben oberflächlich. Es geht mehr um den Austausch von Ideen – gerade solchen, die noch nicht ausgereift sind. Das habe ich verstanden. Aber wenn das dazu führt, dass “das Rad neu erfunden” wird, ist das auch nicht so produktiv.

Mein Eindruck: Es ist gut, mit Tagungsformaten zu experimentieren, die zu einem offeneren Austausch anregen, als viele “klassische” Tagungen dies tun – aber eine bessere Vorbereitung (auf Kosten der Spontanität) würde die Qualität der Diskussionen erhöhen.

histocamp.de

Tagungsbericht: “Historical Praxeology. Quo Vadis?”

Vergangene Woche ist auf H-Soz-Kult ein Bericht von Byron Schirbock zur Tagung “Historical Praxeology. Quo Vadis?” veröffentlicht worden, an der ich im März 2017 teilgenommen habe. Die Tagung wurde von Graduiertenkolleg “Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive” an der Uni Oldenburg ausgerichtet. In meinem Beitrag habe ich verucht, den Nutzen praxeologischer Ansätze für die Umweltgeschichte zu zeigen. Ich habe Konzepte präsentiert, die anknüpfend an die Praxistheorie zur Untersuchung zentraler umweltgeschichtlicher Fragen entwickelt worden sind.

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Rezension zu “Cities Contested”

Schon vor einigen Tagen ist eine Rezension von Claudia Christiane Gatzka zu dem von Martin Baumeister, Bruno Bonomo und Dieter Schott herausgegebenen Sammelband: Cities Contested. Urban Politics, Heritage, and Social Movements in Italy and West Germany in the 1970s, Frankfurt am Main 2017, .auf H-Soz-Kult erschienen. Darin u.a. mein Beitrag “‘Movimento del ‘77′ Perceived. Reinvigorating Urban Protest in West-Germany”

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Tagungsbericht “Kritikalität”

Auf H-Soz-Kult ist heute ein Bericht von Tina Enders zur Tagung “Kritikalität” veröffentlicht worden, die im Juli in Darmstadt stattgefunden hat. Zu der vom Graduiertenkolleg KRITIS veranstalteten Tagung habe ich einen Beitrag zum Konzept der “kritischen Rohstoffe” beigesteuert, in dem ich versucht habe zu zeigen, wie die Thematisierung von Rohstoffen als “kritisch” von einer historischen Perspektive profitieren kann.

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KUNST BASIS EBERTPLATZ

Am Samstag, den 16.7.2017 bin ich zu einer Diskussionsrunde im Rahmen des Festivals KUNST BASIS EBERTPLATZ in Köln eingeladen. Es wird dort um den Umgang mit dem öffentlichen Raum der 1970er Jahre gehen, für die der Ebertplatz sicherlich eines der besten Beispiele ist. Das Festival ist auch ein Versuch, dem verbreiteten Negativimage solcher Orte der 1970er Jahre mit künstlerischen Mitteln etwas entgegenzusetzen – und der Kölner Ebertplatz ist dafür ein bestens geeigneter Ort. Ich freue mich sehr mit einer geschichtswissenschaftlichen Perspektive zu dieser Diskussion beitragen zu können und bin sehr gespannt.

16.7. / 16 Uhr KONSTRUKTION EBERTPLATZ
Dr. Sebastian Haumann (Historiker, TU DARMSTADT), Christian Schaller (Schaller
ARCHITEKTEN STADTPLANER BDA), Dr. Johannes Stahl (Kunsthistoriker / Kunstbeirat
der Stadt Köln) Maria Wildeis (Kunsthistorikerin / Kuratorin Tiefgarage)
Moderation: Stefanie Klingemann (Künstlerin / Initatorin KBE)

Zur Festivalhomepage und dem weiteren Programm

GSU Nachwuchstagung: “Urbane Elemente”, Berlin 23./24.6.

Nachwuchstagung der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung

“Urbane Elemente: Licht, Luft, Feuer und Wasser in der Geschichte und Gegenwart der Stadtentwicklung“

 Center for Metropolitan Studies, TU Berlin

23. und 24.06.2017

 

Freitag, 23.06.2017

14:00 Begrüßung: Dorothee Brantz, CMS TU Berlin

14:14 Einführungsvortrag: Timothy Moss, Humboldt Universität, TBA

15:00 Panel 1

Kommentar: Rainer Liedtke, Universität Regensburg
Moderation: Gisela Mettele

Ansgar Schanbacher, Universität Göttingen
“Urbane Resilienz: Beispiele der Frühen Neuzeit, Braunschweig, Würzburg und Utrecht im 17./18. Jahrhundert”

Teresa Schröder-Stapper, Universität Duisburg-Essen
„Elementare Gefahren und Risiken in städtischen Inschriften der Frühen Neuzeit“

 16:00 Kaffeepause

16:30 Panel 2:

Kommentar: Sylvia Necker, IfZ München
Moderation: Dorothee Brantz, CMS Berlin

Fábián Borbála, Universität Szeged
„Mehr Licht!“ Die Geschichte der Straßenbeleuchtung in Ungarn in der zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Kathrin Meißner, IRS Erkner
„Mehr Licht, Mehr Luft!“ Forderungen und deren Relevanz für die Berliner Wohnungsfrage und Sozialmoral im späten 19. Jahrhundert“

18:30 Gemeinsames Abendessen

 

Samstag, 24.06.2017

10:00 Panel 3:

Kommentar: Christoph Bernhardt, IRS Erkner
Moderation: Celina Kress, CMS Berlin

Oliwia Murawska, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
“Die vier Elemente als Wahrnehmungsschlüssel des Urbanen”

Anna Rick, Universität Siegen
“Baden im Plötzensee, Spazieren in Berlin: Wolfgang Herrndorfs Arbeit und Struktur”

Jan Hansen, HU Berlin
„Infrastruktureller Alltag in Los Angeles, 1880-1930“

11:00 Panel 4:

Kommentar: Sebastian Haumann, Universität Jena
Moderation: Rainer Liedtke, Universität Regensburg

Benjamin Brendel, Universität Gießen
„Dammbau als Quelle diskursiver Stadtgründung“

Jörn  Eiben, Helmut-Schmidt Universität Hamburg
„’Rettet  die  Küste!’ Luft  und  Wasser  als  Kernelemente der  Industrialisierung Wilhelmshaven“

12:00 Mittagspause

13:00 Abschlussdiskussion

14:00 Ende der Konferenz

ab 17 Uhr Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin