Tagung: „Sozialdaten und die Geschichtsschreibung von Wohneigentum und Sozialräumen“

Am 11. und 12. März 2021 findet die Tagung „Sozialdaten und die Geschichtsschreibung von Wohneigentum und Sozialräumen“ statt, die Kerstin Brückweh im Rahmen des DFG-Projektes „Sozialdaten als Quellen der Zeitgeschichte“ organisiert. Gemeinsam mit Swenja Hoschek werde ich über die Entstehung von Sozialdaten im Zusammenhang mit der Anwaltsplanung in Darmstadt-Kranichstein in den Jahren 1972-1975 sprechen. Das besondere an der Anwaltsplanung war, dass sie Daten erhob, die zugleich über die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner*innen der Großsiedlung Auskunft geben sollten und als Verfahren der Wissensgenerierung sozialwissenschaftlich beobachtet wurde. Diese Doppelperspektive wollen wir in unserem Vortrag herausarbeiten.

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Neu erschienen: „Großsiedlungen als Problemkonstruktion“

Ende August 2020 ist das von Swenja Hoschek und mir herausgegebene Forum Stadt-Heft mit dem Schwerpunktthema „Großsiedlungen als Problemkonstruktion“ erschienen. Die Publikation basiert auf einem Workshop, den wir im Rahmen des DFG-Projekts „Großsiedlungen in der Krise?“ gemeinsam mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg durchgeführt haben.

Forum Stadt Bd.47, H.3

Sebastian Haumann und Swenja Hoschek (Hrsg.): Großsiedlungen als Problemkonstruktion (=Forum Stadt 47/3), 2020.

Beiträge:

  • Sebastian Haumann / Swenja Hoschek: Großsiedlungen als Problemkonstruktion, S. 185-190.
  • Christiane Reinecke: Faszinierend schlechte Viertel. Großsiedlungen als prekäre Räume und Lehrräume urbaner Moral in den französischen und westdeutschen Medien, S. 191-206.
  • Swenja Hoschek: Wohnfolgeeinrichtungen problematisieren. Spielplätze als Aushandlungsräume in den 1970er Jahren im Osdorfer Born, S. 207-222.
  • Christine G. Krüger: Von Mümmelmannsberg bis Allermöhe. Sicherheits- und Unsicherheitskonstruktionen, S. 223-237.
  • Arndt Neumann: Von Gründerzeitvierteln zu Großsiedlungen und wieder zurück. Hamburg-Altona zwischen 1950 und 2010, S. 238-254.
  • Dirk Schubert: Von vertanen Chancen (nicht nur) in Steilshoop. Leitbilder, Rahmenbedingungen und Wandlungsprozesse von Großwohnsiedlungen in Hamburg, S. 255-275.

Rezension zu Neumann: Unternehmen Hamburg

Letzte Woche ist meine Rezension zu Arndt Neumanns Dissertation „Unternehmen Hamburg“ auf sehepunkte.de erschienen. Die Rezension ist online verfügbar unter: http://www.sehepunkte.de/2019/11/32664.html

Sebastian Haumann: Rezension von: Arndt Neumann: Unternehmen Hamburg. Eine Geschichte der neoliberalen Stadt, Göttingen 2018, in: sehepunkte 19/11 (2019), http://www.sehepunkte.de/2019/11/32664.html.

Tagungsberichte: „Anders Wohnen. Großsiedlungen und die Konstruktion von Differenz seit den 1970er Jahren“

Zu dem Workshop „Anders Wohnen. Großsiedlungen und die Konstruktion von Differenz seit den 1970er Jahren„, den wir gemeinsam mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg am 16. und 17. Mai 2019 veranstaltet haben, hat David Templin einen Bericht auf H-Soz-Kult veröffentlicht.

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Außerdem hat Wolfgang Krischke einen Bericht über den Workshop geschrieben, der in der FAZ vom 5. Juni 2019 unter dem Titel „Von diesen Barbaren stand kein Wort in dem Prospekt“ veröffentlicht worden ist.

Urban History Group Conference 2019

Am 4. und 5. April 2019 findet an der Queen’s University Belfast die diesjährige Tagung der britischen Urban History Group statt. Schwerpunkt der Tagung ist in diesem Jahr: „Voices of the City: People, Identity and Place 1600 to the present“. Zu diesem Thema werde ich einen Vortag zu Deindustrialierung und Arbeitslosigkeit in den 1970er und 1980er Jahren mit dem Titel „Being Unemployed: Deindustrialisation as social experience in the Ruhr, 1973-1990“ halten. Ein Abstract zu meinem Vortrag findet sich im Tagungsprogramm, das jetzt online zur Verfügung steht.

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Neue Publikation: „Partizipation als Konsens“

In der Zeitschrift sub\urban ist Ende 2018 ein Themenschwerpunkt „1968 und die Kritik der Stadt – 50 Jahre danach“ erschienen. Unter den sieben Beiträgen ist auch mein Beitrag, in dem ich die Diskussion um Partizipation in der Stadtplanung um 1970 nachzeichne.

Sebastian Haumann: Partizipation als Konsens. Die „68er“-Bewegung und der Paradigmenwechsel in der Stadtplanung, in: sub\urban 6 (2018), H. 2/3, S. 189-196.

Der Aufsatz steht auch als open-access Version zur Verfügung: zum Aufsatz

Rezension: Gerstung, Stapellauf für ein neues Zeitalter

In der aktuellen Ausgabe der zeitschrift Neue Politische Literatur ist meine Rezesnion zu Tobias Gerstungs Buch „Stapellauf für ein neues Zeitalter“ erschienen.

Haumann, Sebastian, Rezension zu: Gerstung, Tobias: Stapellauf für ein neues Zeitalter. Die Industriemetropole Glasgow im revolutionären Wandel nach dem Boom (1960-2000), Göttingen 2016, in: Neue Politische Literatur 63 (2018), S. 329-331.

 

Neue Publikation: Der transatlantische Paradigmenwechsel in der Stadtplanung

Nach einer etwas längeren Pause (wg. Habilverfahren, Lehrstuhlvertretungen und Drittmittelanträgen) ist nun endlich wieder eine neue Publikation von mir erschienen: Der transatlantische Paradigmenwechsel in der Stadtplanung. Zur westeuropäischen Rezeption von Jane Jacobs’ The Death and Life of Great American Cities in den 1960er- und 1970er-Jahren, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2018, www.europa.clio-online.de/essay/id/artikel-4554.

„Zwischen den 1960er- und den 1980er-Jahren wandelten sich die Prämissen der westeuropäischen Stadtplanung grundlegend. Galten in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg die Flächensanierung von Altbauquartieren, der Bau von Groß-siedlungen und eine strikte Funktionstrennung als geeignete Maßnahmen, um die Lebensqualität zu verbessern, setzte sich ab den 1960er-Jahren das Leitbild einer erhaltenden Erneuerung und der Durchmischung durch […]“ weiter …