Halbzeit im Corona-Semester

Nach gut sechs Wochen digitaler Lehre haben sich viele Dinge eingependelt. Ich bin vor allem darüber erstaunt, wie gut die Lehrveranstaltungen auch in digitaler Form funktionieren. Dabei setze ich ausschließlich auf „asynchrone“ Kommunikation, d.h. ich verzichte auch Videokonferenzen und ähnliches. Stattdessen nutze ich intensiv die Diskussion über Foren und Etherpads (jeweils über die Lernplattform moodle). Was mich am meisten erstaunt ist, wie intensiv sich die Studierenden daran beteiligen. Mein Eindruck, auch aus den jeweiligen „Zeitstemplen“ der Forumsbeiträge, ist, dass viele es als angenehm empfinden, die Zeit selbst einteilen zu können. Natürlich erstezt das keine face-to-face Diskussionen und insbesondere die Diskussion der Studierenden untereinander findet kaum statt. Aber es hat eben auch Vorteile, vor allem – und das finde ich erstaunlich – die einer relativ hohen Beteiligung. Nach der bisherigen Erfahrung kann ich mir jedenfalls gut vorstellen, in meinen Lehrveranstaltungen in Zukunft Präsenztermine systematisch mit digitalen Angeboten zu kombinieren.

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